{"id":617,"date":"2019-10-10T22:40:20","date_gmt":"2019-10-10T21:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/dkpsh.uber.space\/?p=617"},"modified":"2019-10-10T22:40:20","modified_gmt":"2019-10-10T21:40:20","slug":"wohnen-ist-menschenrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dkpsh.uber.space\/?p=617","title":{"rendered":"Wohnen ist Menschenrecht!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_618\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-618\" class=\"wp-image-618 size-full\" src=\"http:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leerstand-foto-jW.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leerstand-foto-jW.jpg 950w, https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leerstand-foto-jW-300x143.jpg 300w, https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leerstand-foto-jW-768x366.jpg 768w, https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leerstand-foto-jW-676x322.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px\" \/><p id=\"caption-attachment-618\" class=\"wp-caption-text\">Foto: &#8222;junge Welt&#8220;<\/p><\/div>\n<h3><strong>DKP Flensburg unterst\u00fctzt die Besetzung des Hauses in der Burgstra\u00dfe 36<\/strong><\/h3>\n<h4>In Flensburg wird seit Jahren viel gebaut. Bezahlbarer Wohnraum wird dadurch vernichtet, dass neue und teure Wohnungen gebaut werden, viele davon als Eigentumswohnungen. Diese Wohnungen k\u00f6nnen sich nur diejenigen leisten, die ein \u00fcberdurchschnittliches Einkommen haben. Student*innen, Sch\u00fcler*innen, Auszubildende, Rentner*innen und Menschen ohne Arbeit k\u00f6nnen sich diese Wohnungen nicht leisten.<\/h4>\n<h3><strong>Neuer Wohnraum schafft Wohnungsknappheit<\/strong><\/h3>\n<h4>Aufgrund von Sanierungsma\u00dfnahmen, die von Investoren durchgef\u00fchrt werden, die damit Profite erwirtschaften wollen, entstehen neue Eigentumswohnungen und Mietwohnungen, die sich nur diejenigen mit einem \u00fcberdurchschnittlichen Einkommen leisten k\u00f6nnen. Teilweise verkauft die Stadt kommunales Eigentum an Investoren, die dann neuen verteuerten Wohnraum schaffen.<\/h4>\n<h4>Bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr \u00e4rmere Menschen wird seit Jahren systematisch vernichtet und der Gentrifizierung T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. F\u00fcr vorhandenen billigen Wohnraum erteilte die Stadt Flensburg Abrissgenehmigungen, obwohl es dort Mieter gab, die mit der Qualit\u00e4t der alten, aber selbst liebevoll renovierten Mietwohnungen sehr zufrieden waren. Die dort entstandenen Neubauten waren dreimal so teuer, die alten Mieter sind vertrieben. Es gibt gar keinen Mangel an Wohnraum im Hochpreissegment. Wohnraummangel gibt es nur f\u00fcr den \u00e4rmeren Teil der Bev\u00f6lkerung.<\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>Wenn bei einem Neubau einer Wohnungsbaugenossenschaft, nicht etwa einer \u201eHeuschrecke\u201c, in Flensburg eine 54 qm gro\u00dfe Zweizimmerwohnung 709 Euro kostet, dann Ist das unsozial. B\u00fcroangestellt, Busfahrer, Bauarbeiter, verdienen im Monat durchschnittlich etwa 2.000 bis 2.300 Euro brutto. Wenn sie 709 Euro f\u00fcr eine 54 qm gro\u00dfe Wohnung in Flensburg bezahlen m\u00fcssen, dann ist das etwa die H\u00e4lfte ihres Nettoeinkommens. F\u00fcr eine Familie mit Kindern reichen 54 qm aber nicht aus.<\/h4>\n<h3><strong>F\u00fctterung der Miethaie aus Steuermitteln<\/strong><\/h3>\n<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-619 alignright\" src=\"http:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzung.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzung.jpg 225w, https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzung-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Wenn Menschen Wohngeld beantragen m\u00fcssen, weil ihr Arbeitslohn nicht mehr f\u00fcr die Miete reicht, dann ist das menschenunw\u00fcrdig. Arme Menschen haben ein Anrecht auf Wohnungsbeihilfe nach den Hartz-IV Regels\u00e4tzen, diese wird von der Stadt Flensburg bezahlt. Die Vernichtung g\u00fcnstigen Altbaubestandes hatte auch zur Folge, dass die Unterbringung eines Bed\u00fcrftigen der Stadt Flensburg nicht mehr nur 240 Euro, sondern 374 Euro kostet.<\/h4>\n<h4>Denn selbstverst\u00e4ndlich haben alle privaten Hausbesitzer ihre Mieten im Altbausegment drastisch erh\u00f6ht, nach dem der Wohnungsmarkt von Billigkonkurrenz bereinigt wurde. Ohne Not hatte so die Stadt Flensburg dazu beigetragen dass die Miethaie f\u00fcr die Unterbringung jedes Bed\u00fcrftigen eineinhalb mal so viel Steuergelder bekommen als noch vor zehn Jahren. Kein Bed\u00fcrftiger hat dadurch eine bessere Wohnung bekommen. Es sind dieselben Wohnungen geblieben, diese sind nur teurer.<\/h4>\n<h4>Das Wohngeld ist eine Subvention aus Steuermitteln f\u00fcr gierige Hausbesitzer und Investoren. Das Geld, das ihnen \u00fcber das Wohngeld zugeschoben wird, wird von arbeitenden Menschen erwirtschaftet und fehlt im Haushalt der Stadt f\u00fcr andere notwendige Investitionen.<\/h4>\n<h4>Kein Hausbesitzer wird in Flensburg dazu verpflichtet, einen bestimmten Teil seiner Mieteinnahmen in sein vermietetes Eigentum zu investieren um Verfall zu vermeiden. Er kann die Miete auch ohne zu investieren erh\u00f6hen. Selbst dann, wenn es f\u00fcr Sanierungen\u00a0 \u00f6ffentliche F\u00f6rdermittel gibt, kommen diese nur den Investoren zu gute. Das sind immer dieselben \u201e\u00fcblichen Verd\u00e4chtigen\u201c, die Kapitalgesellschaften und Bauunternehmen, die gute Beziehungen zu den Kommunalpolitikern haben, da\u00df diese ihnen die Extraprofite zuschieben k\u00f6nnen. Es gibt kein einziges Beispiel, dass durch Sanierung g\u00fcnstiger und bezahlbarer Wohnraum f\u00fcr die \u00c4rmeren geschaffen worden ist.<\/h4>\n<h3><strong>Hausbesetzung als notwendiger Kampf gegen Gentrifizierung und Ghettobildung<\/strong><\/h3>\n<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-620 alignright\" src=\"http:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzer-symbol_17-1031113952.jpg\" alt=\"\" width=\"595\" height=\"626\" srcset=\"https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzer-symbol_17-1031113952.jpg 595w, https:\/\/dkpsh.uber.space\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/hausbesetzer-symbol_17-1031113952-285x300.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/>Die Forderung, bezahlbaren Wohnraum auch f\u00fcr Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen zu schaffen, ist in Flensburg systematisch ins Gegenteil verkehrt worden. Sanierung in Flensburg f\u00fchrt grunds\u00e4tzlich zur Vernichtung von billigem Wohnraum und zur Gentrifizierung. Gentrifizierung f\u00fchrt zur Ghettobildung mit sozialen Brennpunkten und auch daf\u00fcr gibt es in Flensburg Beispiele. Wenn ein Ghetto saniert und gentrifiziert wird, wird das Ghetto mit allen sozialen Problemen anderswohin verdr\u00e4ngt.<\/h4>\n<h4>Alle Menschen haben ein Recht darauf, da leben zu k\u00f6nnen, wo sie selbst ihren Lebensmittelpunkt sehen und wo ihr Wohnumfeld ist, das oft \u00fcber Jahre gewachsen ist und wo sie sich aufgehoben und sicher f\u00fchlen.<\/h4>\n<h4><strong>Die Wohnungspolitik der Stadt Flensburg vertreibt Menschen und zerst\u00f6rt ihr Wohnumfeld.<\/strong><\/h4>\n<h4><strong>Wenn Menschen H\u00e4user besetzen, weil sie sich gegen die Vertreibung aus ihrem Wohnumfeld wehren, dann ist das ihr menschliches Recht und ihre Vertreibung ist Unrecht.<\/strong><\/h4>\n<h4><strong>DKP Flensburg<\/strong><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DKP Flensburg unterst\u00fctzt die Besetzung des Hauses in der Burgstra\u00dfe 36 In Flensburg wird seit Jahren viel gebaut. 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